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Juli 25, 2026 3 min lesen.

Kaum eine Duschform wünschen sich Kunden derzeit so oft wie die Walk-In: eine einzelne, feststehende Glaswand, bodengleicher Einstieg, keine Tür, kein Rahmen. Sie ist das Gegenteil der klapprigen Kabine, offen wie eine Hotel-Dusche und dabei erstaunlich unkompliziert im Alltag, weil es keine beweglichen Teile gibt, die klemmen oder tropfen könnten. Und weil die Glaswand ein einziges, klares Bauteil ist, lohnt sich hier die Maßanfertigung ganz besonders: Die Scheibe wird exakt auf Ihre Nische, Ihre Wandneigung und Ihre Wunschhöhe gefertigt. Eine komplette Walk-In-Glaswand nach Maß beginnt bei uns bei 719 €, mit Beschlägen und Zeichnung.

Was eine Walk-In ausmacht

Walk-In heißt wörtlich: hineingehen. Der Einstieg bleibt offen, das Glas steht als Spritzschutz zwischen Duschbereich und Raum. Das bringt drei Vorteile mit, die man erst im Alltag richtig schätzen lernt. Erstens die Pflege: Eine glatte Glasfläche ohne Scharniere, Dichtprofile und Laufschienen ist in einer Minute abgezogen. Zweitens die Barrierefreiheit: Ohne Schwelle und Tür kommt man auch mit eingeschränkter Beweglichkeit sicher in die Dusche. Drittens die Optik: Das Bad wirkt größer, weil der Blick durch das Glas hindurchgeht, statt an einer Kabine zu enden.

Der Kompromiss dafür ist ehrlich benannt: Eine offene Dusche ist nie so spritzdicht wie eine geschlossene Kabine. Mit der richtigen Glasbreite und einem passenden Schwallprofil bekommt man das aber sehr gut in den Griff, dazu unten mehr.

Die Stabistange: kleines Teil, große Wirkung

Eine rahmenlose Glaswand wird unten im Profil oder mit Klemmhaltern gefasst und oben mit einer Stabistange gegen die Wand (oder die Decke) abgestützt. Ohne diese Stange würde die Scheibe bei jeder Berührung schwingen. Aus der Praxis hat sich eine einfache Dimensionierungsregel bewährt:

  • 12 mm Stangendurchmesser reicht für Glasbreiten bis etwa 1400 mm.
  • 19 mm Stangendurchmesser nehmen Sie ab 1400 mm Breite oder bei Glashöhen über 2000 mm.

Die Stangen gibt es rund oder eckig, in Längen bis 130 cm und in vielen Oberflächen vom klassischen Edelstahl bis Schwarz matt oder Bronze gebürstet, passend zu Ihren Armaturen. Wichtig zu wissen: „Edelstahl" meint bei uns echtes V2A-Material, nicht nur Edelstahl-Optik. Eine Auswahl finden Sie in der Kategorie Stabistangen aus Edelstahl, die Grundlagen erklärt unser Ratgeber über Stabistangen für Glasduschen und Festverglasungen.

Glas: 8 mm ist der Standard, 10 mm für die große Wand

Für die meisten Walk-In-Wände ist ESG in 8 mm die richtige Wahl: steif genug für ein sattes Standgefühl, ohne unnötiges Gewicht. Sehr breite oder raumhohe Festverglasungen dürfen auch 10 mm sein. Bei den Glasarten haben Sie freie Wahl: Klarglas, Grauglas, Satinato für Sichtschutz oder Antikorrosionsglas mit Nano-Versiegelung, das Kalk kaum eine Angriffsfläche lässt. Welche Glasart und Oberfläche zu welchem Badstil passt, zeigt der Artikel Elf Oberflächen, sechs Glasarten.

So bleibt das Bad trocken: das Schwallprofil

Das Wasser, das bei einer offenen Dusche am Boden Richtung Bad läuft, stoppt ein Schwallprofil, eine niedrige Barriere am Boden. Zwei Dinge entscheiden darüber, ob es funktioniert. Erstens die Lage: Das Profil gehört außen vor die Glaskante, nicht unter das Glas, sonst läuft das Wasser einfach daran vorbei. Zweitens die Höhe: 10 mm ist der sinnvolle Standard, 5 mm wählen Sie, wenn die Schwelle bewusst flach bleiben soll, etwa im barrierearmen Bad. Den kompletten Vergleich der Materialien und Höhen finden Sie im Ratgeber Schwallprofile im Vergleich.

Messen für die Walk-In: einfacher als gedacht

Die Walk-In ist die dankbarste Mess-Situation überhaupt, denn es gibt nur eine Glaswand und meist nur einen Wandanschluss. Drei Dinge braucht die Fertigung: die Breite, die Höhe und das Lot der Anschlusswand (Spalt X bei Waagenlänge Y, mit Richtung). Steht die Wand schief, schneiden wir die wandseitige Glaskante im Schrägschnitt exakt auf Ihre Neigung. Beim bodengleichen Duschplatz kommt noch das Gefälle zum Ablauf dazu. Für all das gibt es ein eigenes Blatt „Walk-In" in unseren Aufmaß-Vorlagen, am Bildschirm ausfüllbar oder als PDF. Wie immer bei Sonderanfertigung gilt: Gemessen wird die rohe Einbausituation ohne eigene Abzüge, und die Verantwortung für die Maße liegt beim Auftraggeber.

Was kostet der Spaß?

Die komplette Walk-In-Glaswand nach Maß, also Scheibe, Beschläge und Zeichnung, beginnt bei 719 €. Nach oben bestimmen Glasgröße, Glasart und Bearbeitungen den Preis, ein Schrägschnitt etwa kostet 29,90 €. Die komplette Preisliste mit Beispielrechnung steht im Artikel Was kostet eine Duschabtrennung nach Maß?, die fertig geschnürten Maß-Sets finden Sie in der Kategorie Glasduschen nach Maß.

Unsicher, ob eine Walk-In in Ihr Bad passt?

Schicken Sie uns ein Foto Ihrer Duschsituation mit den groben Maßen per WhatsApp an 0176 54505183 oder rufen Sie an unter 09293 9339580. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob die offene Lösung bei Ihren Platzverhältnissen funktioniert oder ob eine Tür die bessere Wahl ist, und schnüren Ihnen auf Wunsch den kompletten Warenkorb zur Durchsicht.