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Februar 27, 2026 12 min lesen.

Preise und Förderangaben: Stand September 2026.

Eine Dusche ist heute kein reiner Nassbereich mehr. Wer ein Bad erneuert, will einen Ort, an dem man gern steht: warm im Material, bodengleich im Zugang, pflegeleicht im Alltag. Auf Messen und in Magazinen gibt es dazu jedes Jahr neue Technik, von der Dusch-Kapsel bis zur Kreislaufdusche. Im Eigenheim kommt davon nur ein Teil an.

In diesem Überblick sehen Sie, welche Entwicklungen Bestand haben, welche eher Mode sind, was eine neue Dusche kostet und welche Zuschüsse es noch gibt. Die Einschätzungen stammen aus über 20 Jahren Arbeit mit Duschen aus Glas.


Auf einen Blick

  • Farbe: warme Erdtöne (Sand, Creme, Terrakotta, Lehm) lösen die graue Betonoptik ab.
  • Glas: Rauchglas, Mattglas und rahmenlose Walk-ins ersetzen die Standardkabine mit Klarglas und Rahmen.
  • Architektur: bodengleich und Walk-in bleiben der Standard, fugenlose Wandplatten setzen sich durch.
  • Technik: Ein Thermostat mit Verbrühschutz lohnt sich immer, Sprachsteuerung und Lichtprogramme bleiben ein Extra.
  • Wasser: Sparbrause und Thermostat bringen im Alltag mehr als teure Kreislaufsysteme.
  • Pflege: Antikorrosionsglas und Nano-Beschichtung halten Duschglas dauerhaft klar.
  • Förderung: Der KfW-Zuschuss 455-B ist seit dem 31.07.2026 ausgeschöpft, die Pflegekasse zahlt weiterhin bis 4.180 € je Maßnahme.
  • Kosten: etwa 4.000 bis 8.000 € für den Tausch Wanne gegen bodengleiche Dusche, 8.000 bis 14.000 € für eine hochwertige Ausführung, 15.000 bis 30.000 € für eine komplette Badsanierung.

Die Kurzantwort: Welche Trends halten wirklich?

Es bleiben die Trends, die den Alltag leichter machen, nicht die, die nur auffallen. Sicher sind: bodengleiche Walk-ins, fugenlose Wände, Thermostate mit Verbrühschutz, Sparbrausen, pflegeleichtes Glas und schwellenlose Zugänge. Unsicher sind: vernetzte Dusch-Kapseln, Sprachsteuerung in der Dusche und kräftige Modefarben an Fliesen. Unser Rat: Investieren Sie in die Bauteile, die Sie jeden Tag benutzen (Glas, Dichtungen, Profile, Beschläge, Armatur). Bei Farben und Oberflächen wählen Sie das, was Ihnen in zehn Jahren noch gefällt.


Design und Ästhetik: Warmer Abschied vom Sterilen

Die kühle Betonoptik hat ihren Höhepunkt hinter sich. Statt grauer, industrieller Flächen rücken Wärme, natürliche Materialien und eine wohnliche Atmosphäre in den Mittelpunkt.

Farbwelt im Wandel

  • Sand: helle, neutrale Basis, passt zu fast allem.
  • Creme: weicher, warmer Ton für eine ruhige Stimmung.
  • Terrakotta: kräftiger rotbrauner Akzent, mediterran.
  • Lehm: organischer Erdton mit matter Oberfläche.
  • Dunkle Erdtöne: gedeckte Farben für Kontraste.

Dazu kommen spürbare Oberflächen: Holzlamellen, geriffelte Strukturen und matte Materialien geben dem Raum Tiefe. Runde, weiche Formen lösen strenge Kanten ab.

Mattschwarz und warme Metalle

Mattschwarz ist bei Armaturen, Profilen und Beschlägen fester Bestandteil geworden und wirkt neben Erdtönen edel statt kühl. Als Alternativen zu Chrom setzen sich Bronze, Gold, Graphit und mattes Weiß durch. Wichtig ist, dass alle Metallteile einer Dusche dieselbe Oberfläche tragen: Band, Griff, Wandprofil und Stabistange.

Unser Beitrag zum Farbtrend: Scharniere, Beschläge, Profile und Stabistangen führen wir längst nicht mehr nur in Chrom. Zur Wahl stehen acht Editionen: Schwarz, Bronze, Gold, Weiß, Graphit, Kupfer, Chrom und Edelstahl.

Glas wird zum Gestaltungselement

Lange war Duschglas einfach klar und die Kabine hatte einen Alurahmen. Heute ist das Glas selbst Teil der Gestaltung. Rahmenlose Glaswände mit schmalen Wandprofilen wirken ruhig und lassen kleine Bäder größer erscheinen. Welches Glas passt, hängt davon ab, was Sie wollen:

  • Rauchglas (Parsol Grau): durchgefärbtes, grau getöntes Glas. Es dunkelt den Duschbereich etwas ab, gibt mehr Privatsphäre als Klarglas und passt zu Schwarz und Graphit. Wir liefern es als Rauchglas nach Maß in ESG.
  • Satinato (Mattglas): gleichmäßig satiniert, lichtdurchlässig, aber blickdicht. Kalkflecken fallen darauf weniger auf als auf Klarglas.
  • Lasergravur: ein Motiv oder Muster direkt im Glas, dauerhaft und ohne Folie. Mehr dazu im Ratgeber Sichtschutz in der Dusche ohne Folie.
  • Antikorrosionsglas: sieht aus wie Klarglas, ist aber werkseitig gegen Glaskorrosion geschützt und bleibt über Jahre klar. Auf die Antikorrosions-Eigenschaften gibt es 10 Jahre Garantie. Warum normales Glas mit der Zeit blind wird, erklärt der Ratgeber Warum Duschglas blind wird.

Geriffeltes Glas ist in Magazinen gerade sehr präsent. Es sieht schön aus, in den Rillen setzen sich Kalk und Seifenreste aber deutlich leichter fest. Wer Sichtschutz möchte und wenig putzen will, ist mit Satinato oder einer Lasergravur besser beraten.

Einen Überblick über alle Glasarten und Oberflächen mit drei fertigen Stil-Kombinationen finden Sie im Ratgeber Elf Oberflächen, sechs Glasarten.


Architektur und Raumkonzept

Walk-in und bodengleich: der Standard

Walk-in-Duschen sind die erste Wahl im modernen Bad. Keine Tür, keine Schwelle, viel Bewegungsfreiheit und wenig zu putzen. Damit das Spritzwasser im Duschbereich bleibt, sollte die Duschfläche mindestens 1,00 bis 1,20 m tief sein. Der geflieste Boden braucht ein Gefälle von rund 2 % zum Ablauf, bei barrierefreien Duschplätzen nach DIN 18040-2 höchstens 2 %. Wo kein Gefälle geschnitten werden kann, helfen Gefällekeil-Profile für die bodengleiche Dusche.

Fugenlose Wandplatten statt Fliesenspiegel

Großformatige Wandplatten aus Aluverbund oder Feinsteinzeug lösen den kleinteiligen Fliesenspiegel ab. Weniger Fugen bedeuten weniger Schimmelrisiko und weniger Reinigung. Aluverbundplatten lassen sich komplett fugenlos verlegen, Großformatfliesen reduzieren die Fugen auf ein Minimum.

Aufputz statt Unterputz

Unterputzarmaturen sehen aufgeräumt aus und passen gut zu fugenlosen Wänden. Wir empfehlen trotzdem die Aufputzarmatur, gerade im Bestandsbad: Geht nach Jahren etwas kaputt, tauschen Sie sie ohne Wandöffnung und ohne neue Fliesen. Eine Unterputzarmatur steckt in der Wand, und dort bleibt jede Reparatur eine Baustelle. Worauf es bei der Wahl ankommt, steht in der Kaufberatung Duscharmatur.

Kleine Bäder

Bei wenig Platz sind Falttüren oder Pendeltüren eine gute Alternative zur klassischen Drehtür. Eine zweiteilige Falttür braucht kaum Schwenkraum und öffnet trotzdem den vollen Einstieg.


Maßdusche statt Standardkabine

Der wichtigste Wandel für Renovierer hat mit keinem Messetrend zu tun: Eine Duschabtrennung aus Glas nach Maß kostet heute nicht mehr viel mehr als eine gute Kabine von der Stange. Gerade in Altbauten mit schiefen Wänden, Nischen oder Dachschrägen passt eine Standardkabine selten sauber.

Wir stellen Ihre Dusche aus einzelnen Bauteilen zusammen: Glas nach Ihrem Maß, Beschläge, Dichtungen, Profile und bei Walk-ins die Stabistange. Das Glas wird für Ihren Auftrag gefertigt, Glas und Zubehör kommen per Spedition. Einige Beispiele mit Richtpreis:

  • Walk-in-Glaswand bis 1400 × 2000 mm: 719 € inklusive Wandprofil, Stabistangen-Set, Nano-Beschichtung und Glasplan.
  • Drehtür für die Nische bis 1000 × 2000 mm: 909 € inklusive Bänder, Griff, Magnetdichtung und Glasplan.
  • Eckdusche mit Drehtür und Seitenteil: 1.349 €.

Alle Situationen gibt es in sechs Glasarten, die Beschläge in Chrom oder gegen Aufpreis in weiteren Oberflächen von Edelstahl gebürstet über Schwarz matt bis Bronze. Den Glasplan, also die bemaßte Zeichnung zur Freigabe vor der Fertigung, erstellen wir aus Ihrem Aufmaß. Der Versand kommt hinzu. Die komplette Übersicht finden Sie auf der Seite Duschabtrennungen nach Maß, echte Preisbeispiele im Ratgeber Was kostet eine Duschabtrennung nach Maß? und alles zur Planung eines Walk-ins im Ratgeber Walk-in-Dusche nach Maß.


Technik: was sich lohnt, was Extra bleibt

Thermostat mit Verbrühschutz

Wenn wir nur eine Technik empfehlen dürften, dann diese. Ein Thermostat hält die eingestellte Temperatur, auch wenn in der Küche jemand Wasser zapft. Der Verbrühschutz sperrt bei einer sicheren Temperatur, heißer geht es nur per Knopfdruck. Das schützt Kinder und ältere Menschen, und kein Wasser läuft beim Einstellen ungenutzt ab.

Die Dusch-Kapsel

Aus dem Premium-Segment kommt die geschlossene Dusch-Kapsel: raumhohe Kabinen mit eigenen Wasserprogrammen, Düsen, Duft und Licht. Für die meisten Haushalte ist ein Walk-in mit guten Bauteilen die praktischere und deutlich günstigere Lösung. Mit einer großen Kopfbrause und einem Thermostat kommen Sie dem Erlebnis für einen Bruchteil der Kosten nahe.

Sprachsteuerung und Lichtprogramme

Temperatur und Strahlart per Zuruf funktionieren, setzen aber gutes WLAN im Bad voraus. Und Sie kaufen Software, die schneller altert als die Armatur. Farbwechselnde Leuchten werden als Chromotherapie verkauft. Ein schönes Extra, mehr nicht.

Weitere Neuerungen

  • Schaltbares Glas: wird per Knopfdruck milchig. Teuer und mit Stromanschluss im Nassbereich. Dauerhaften Sichtschutz ohne Technik bieten Satinato, Rauchglas oder eine Lasergravur.
  • Beheizte Duschböden: angenehm im Winter, am besten bei einer ohnehin anstehenden Bodensanierung.
  • Wasserdichte Lautsprecher: Musik oder Podcast beim Duschen.
Aus der Praxis: „Technik muss im Alltag funktionieren. Funktionen, die man einmal ausprobiert und dann nie wieder nutzt, sind teuer bezahltes Spielzeug.“

Nachhaltigkeit und Wassersparen

Der Trend geht zu Lösungen, die mit weniger Wasser auskommen, ohne dass das Duschen schlechter wird.

Kreislaufduschen und smarte Steuerung

Kreislaufduschen fangen das Wasser auf, filtern es und führen es wieder zur Brause. Das spart viel Frischwasser, ist aber Premium-Technik mit Filterwechsel und Wartung und im Eigenheim selten. Sensoren, die den Wasserfluss beim Einseifen drosseln oder Lecks melden, sind noch nicht ausgereift und ohne regelmäßige Wartung unzuverlässig.

Sparbrause und Thermostat: die günstige Lösung

  • Sparbrause: 6 bis 8 l/min statt 10 bis 14 l/min bei einer Standardbrause, durch Luftbeimischung ohne spürbaren Komfortverlust.
  • Thermostat: Die Temperatur stimmt sofort, kein Wasser läuft beim Einstellen ungenutzt ab.
  • Durchflussbegrenzer: einfach nachzurüsten, ca. 5 bis 10 € pro Stück.

Weniger Wasser heißt auch weniger Warmwasser. Wie viel Sie sparen, hängt von Brause, Duschdauer und Energiepreis ab.

Auch bei der Pflege

Glatte, beschichtete Glasflächen lassen sich mit Abzieher, Mikrofasertuch und mildem Reiniger kalkfrei halten, ganz ohne aggressive Chemie. Das schont Dichtungen und Beschichtung. Mehr dazu im Ratgeber zur Duschglas-Reinigung.


Zukunftssicher planen: Barrierefreiheit als Designelement

Barrierefreiheit ist fester Bestandteil moderner Badplanung. Was heute bequem ist, wird morgen vielleicht notwendig. Wer ohnehin erneuert, sollte das gleich mitdenken.

Sitzbänke

Fest eingebaute oder klappbare Sitzmöglichkeiten sind bequem in jedem Alter und heute ein Gestaltungselement. Wie Sie eine gemauerte Bank planen und abdichten, lesen Sie im Ratgeber Duschbank selber bauen.

Haltegriffe, die nicht nach Klinik aussehen

Moderne Haltegriffe gibt es in Mattschwarz oder Bronze passend zu Armatur und Beschlägen. Sie sehen aus wie ein Accessoire und geben trotzdem Halt. Wichtig: Die Wand dafür schon bei der Renovierung verstärken, auch wenn der Griff erst später kommt.

Schwellenlos als Standard

Bodengleiche Duschen, 80 cm lichte Durchgangsbreite und rutschhemmende Beläge sind heute Teil jeder guten Badplanung. Die ausführliche Liste finden Sie in der Checkliste zur barrierefreien Dusche.


Förderung: Was nach dem KfW-Stopp noch geht

Viele Kunden haben mit dem KfW-Zuschuss geplant. Der Stand im September 2026:

  • KfW 455-B (Barrierereduzierung, Zuschuss): seit dem 31. Juli 2026 keine neuen Anträge mehr, die Mittel für 2026 sind vergeben. Bereits gestellte Anträge und erteilte Zusagen bleiben gültig. Ob es neue Mittel gibt, hängt am Bundeshaushalt.
  • KfW-Kredit 159 (Altersgerecht Umbauen): läuft weiter. Zinsgünstig bis 50.000 € je Wohneinheit, ohne Pflegegrad und ohne Altersgrenze, beantragt über die Hausbank vor der Auftragsvergabe.
  • Pflegekasse (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen): bis zu 4.180 € je Maßnahme für Menschen mit anerkanntem Pflegegrad, schon ab Pflegegrad 1. Der Umbau von Wanne zu bodengleicher Dusche ist ein typischer Fall. Wichtig: den Antrag stellen und die Zusage abwarten, bevor die Arbeiten beginnen.
  • Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen: 20 % der Lohn- und Fahrtkosten, höchstens 1.200 € im Jahr, direkt von der Steuerschuld abziehbar. Voraussetzung sind eine Rechnung und die Zahlung per Überweisung. Material zählt nicht, und der Teil, den ein Zuschuss bereits abdeckt, auch nicht.

Förderbedingungen ändern sich. Prüfen Sie vor der Auftragsvergabe den aktuellen Stand bei KfW, Pflegekasse oder Steuerberatung. Wer zwischen 45 und 65 ist und sich fragt, was der Umbau jetzt bringt, findet Antworten im Ratgeber Dusche barrierefrei umrüsten.


Wohlbefinden: Salz in der Dusche

Ein einfacher Wellness-Trend: Salz in der täglichen Duschroutine. Viele Anwender beschreiben das Duschen mit salzhaltigem Wasser als angenehm und entspannend. Wir sehen es als pflegendes Extra, gerade für empfindliche Haut. Eine Therapie ersetzt es nicht: Bei Hauterkrankungen gehört die Behandlung in die Hände Ihrer Hautärztin oder Ihres Hautarztes.

Einfach statt aufwendig

Das ShowerPlus-Starterset wird am Anschluss des Brauseschlauchs eingesetzt und macht aus Ihrer vorhandenen Dusche eine Salzdusche mit Pure-Sticks aus Tote-Meer- oder Mittelmeersalz. Die Montage dauert nur wenige Minuten. Alles zum System auf der ShowerPlus-Seite und in der ShowerPlus-Auswahl im Shop.

Das Prinzip gilt für die ganze Dusche: Eine gute Dichtung hält länger als drei billige. Ein passendes Profil spart Stunden Nacharbeit. Eine ehrliche Beratung erspart teure Fehlkäufe.

Planung und Umsetzung: Worauf es bei der Renovierung ankommt

Typische Kostenrahmen

  • Wanne gegen bodengleiche Dusche (mit Rinne, Abdichtung, Fliesen und Armatur): etwa 4.000 bis 8.000 €
  • Hochwertige Ausführung (Großformatplatten, Glaswand nach Maß, Thermostat): etwa 8.000 bis 14.000 €
  • Komplette Badsanierung: etwa 15.000 bis 30.000 €, je nach Größe und Materialwahl

Die Glasabtrennung ist darin oft der kleinere Posten. Den größten Teil machen Abdichtung, Fliesen, Installation und Arbeitszeit aus. Die größte Unbekannte ist der Boden: Muss der Estrich für das Gefälle neu aufgebaut oder die Abwasserleitung verlegt werden, wird es teurer.

Häufige Planungsfehler

  • Zu wenig Gefälle am Duschboden: Wasser bleibt stehen. Rund 2 % zum Ablauf einplanen.
  • Ablagen im direkten Strahl: dauernd nass, schnell verkalkt.
  • Zu kleiner Ablauf: Bei großen Kopfbrausen läuft die Fläche über.
  • Billige Dichtungen und Profile: Sie sind nach wenigen Jahren fällig, gute Teile halten ein Vielfaches.
  • Falsch gemessen: Maßglas wird nach Ihrem Aufmaß gefertigt. Messen Sie jede Nische an drei Höhen, denn kaum eine Wand steht exakt im Lot.
  • Keine Wandverstärkung für spätere Haltegriffe.

Die richtigen Bauteile wählen

Glasstärke, Dichtungen, Profile und Beschläge entscheiden über Lebensdauer und Bedienung. Hier lohnt sich eine Beratung, die Ihre Einbausituation kennt. Schicken Sie uns ein Foto mit den Maßen per WhatsApp, wir antworten kostenlos.


Was bleibt, was ist Mode? Unsere Einschätzung

Trends, die bleiben

  • Bodengleiche Walk-in-Duschen: schön, barrierefrei, werthaltig
  • Fugenlose Wände: weniger Reinigung, langlebig
  • Maßglas statt Standardkabine: passt auch in schiefe Nischen und unter Dachschrägen
  • Pflegeleichtes Glas: Antikorrosionsglas oder Nano-Beschichtung
  • Farbige Beschläge und Profile: individuelle Gestaltung zu überschaubarem Mehrpreis
  • Thermostate mit Verbrühschutz: Sicherheit für Kinder und ältere Menschen
  • Aufputzarmaturen: tauschbar ohne Wandöffnung
  • Sparbrausen und Durchflussbegrenzer: weniger Wasser, gleicher Komfort
  • Schwellenlose Zugänge: für alle Lebensphasen

Trends mit Fragezeichen

  • Vernetzte Dusch-Kapseln: hoher Preis, kleine Zielgruppe
  • Sprachsteuerung: funktioniert, aber Software altert schneller als die Armatur
  • Kräftige Fliesenfarben (Terrakotta, Lehm): schön heute, in zehn Jahren vielleicht als „typisch 2020er“ erkennbar
  • Geriffeltes Glas: dekorativ, aber aufwendig zu reinigen
  • Lichtprogramme in der Dusche: nettes Extra, Nutzen subjektiv
  • Smarte Leckerkennung: noch nicht ausgereift, ohne Wartung unzuverlässig
Unser Rat: Investieren Sie in die Qualitäten, die man nicht sieht (Abdichtung, Dichtungen, Profile, Glas, Armatur), und sparen Sie bei den sichtbaren Modethemen. Klare Linien, gute Oberflächen und zeitlose Farben sehen auch in zehn Jahren noch gut aus.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Bad-Sanierung jetzt, oder sollte ich warten?

Wenn Ihr Bad älter als 15 Jahre ist oder Mängel hat (undichte Fugen, veraltete Armaturen, hoher Einstieg), lohnt sich die Erneuerung jetzt. Auf neue Fördertöpfe zu warten ist unsicher: Der KfW-Zuschuss 455-B war 2026 nach wenigen Monaten ausgeschöpft. Bei rein optischen Wünschen ohne Defekt: in Ruhe planen und ansparen.

Muss ich alle Trends mitmachen, um modern zu bauen?

Nein. Ein modernes Bad entsteht durch wenige, gut gewählte Elemente. Ein bodengleicher Walk-in mit gutem Glas, eine Aufputz-Thermostatarmatur und eine fugenlose Wand wirken auch in zehn Jahren modern, ganz ohne Lichtprogramme, Sprachsteuerung und Terrakotta-Fliesen.

Sind smarte Duschen zuverlässig?

Gute smarte Thermostate sind inzwischen alltagstauglich. Sie kaufen damit aber auch Software, die Updates braucht und früher ersetzt werden muss als der mechanische Teil. Wer nur warm und kalt braucht, ist mit einem guten klassischen Thermostat bestens bedient.

Ist die Dusch-Kapsel die Zukunft?

Im Premium-Segment vielleicht, im normalen Eigenheim eher nicht. Den Hauptnutzen erreichen Sie mit einem guten Walk-in, einer großen Kopfbrause und einem Thermostat zu einem Bruchteil der Kosten.

Ist Rauchglas in der Dusche praktisch?

Ja. Grau getöntes ESG ist genauso sicher und belastbar wie Klarglas und gibt mehr Privatsphäre. Kalk sieht man darauf etwa so gut wie auf Klarglas, deshalb lohnt sich zusätzlich eine Nano-Beschichtung. In sehr kleinen, fensterlosen Bädern kann Rauchglas den Raum dunkler wirken lassen, dort ist Satinato oft die bessere Wahl.

Was kostet eine Glasdusche nach Maß?

Eine Walk-in-Glaswand bis 1400 × 2000 mm bekommen Sie bei uns ab 719 €, eine Drehtür für die Nische ab 909 €, jeweils mit Beschlägen und Glasplan, zuzüglich Versand. Mehrteilige Eck- und Nischenlösungen beginnen bei 1.349 €. Der Einbau durch einen Handwerker kommt hinzu, sofern Sie nicht selbst montieren.

Gibt es noch Zuschüsse für eine bodengleiche Dusche?

Stand September 2026: Der KfW-Zuschuss 455-B nimmt seit dem 31. Juli 2026 keine Anträge mehr an. Mit Pflegegrad zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 € je Maßnahme, der Antrag muss vor Baubeginn gestellt werden. Unabhängig davon können Sie 20 % der Lohn- und Fahrtkosten des Handwerkers, höchstens 1.200 € im Jahr, von der Steuer abziehen.

Wie viel Wasser spart eine Sparbrause?

Eine Sparbrause kommt mit 6 bis 8 l/min aus, eine Standardbrause braucht 10 bis 14 l/min. Das ist je nach Modell ein Drittel bis die Hälfte weniger Wasser, und damit auch weniger Energie für das Warmwasser.

Welche Farben setzen sich langfristig durch?

Erfahrungswert aus über 20 Jahren: Chrom, Edelstahl und Schwarz matt sind dauerhaft gefragt und wirken auch in 15 Jahren nicht veraltet. Gold und Bronze haben ihre Liebhaber, brauchen aber ein durchdachtes Farbkonzept im Bad.

Welche Technik lohnt sich wirklich?

Unsere Top 3: ein Thermostat mit Verbrühschutz, eine Sparbrause mit Luftbeimischung und eine Handbrause mit Antikalk-Düsen. Alles andere ist nett, aber nicht entscheidend.

Wie plane ich zukunftssicher?

Drei Grundsätze: Erstens bodengleich und schwellenlos, unabhängig vom heutigen Alter. Zweitens die Wand für Haltegriffe verstärken, auch wenn sie erst später montiert werden. Drittens eine Aufputzarmatur, weil sie ohne Wandöffnung getauscht werden kann.

Wann brauche ich einen Handwerker vor Ort, wann reicht die Fachhandel-Beratung?

Für die Auswahl der Bauteile und die meisten Renovierungen reicht die Beratung per Foto und Maß. Einen Handwerker vor Ort brauchen Sie, wenn der Grundriss sich ändert, die Statik betroffen ist, der Abfluss verlegt oder die Abdichtung neu gemacht wird. Die Kombination aus Bauteilen von Duschop und einem Handwerker aus Ihrer Region funktioniert bei vielen unserer Kunden sehr gut.


Unser Fazit

Die Dusche wird vom Funktionsbereich zum Wohlfühlort. Durchsetzen werden sich die Entwicklungen, die im Alltag etwas bringen: bodengleiche Walk-ins, pflegeleichtes Glas nach Maß, warme Materialien, sparsame Brausen, ein Thermostat mit Verbrühschutz und ein schwellenloser Zugang.

Setzen Sie auf Qualität statt Menge und auf bewährte Lösungen statt kurzlebiger Moden. Die besten Duschen entstehen selten durch mehr Technik oder ein höheres Budget, sondern durch gute Entscheidungen bei den richtigen Bauteilen.


Sie planen eine neue Dusche?

Ob farbige Beschläge, eine Walk-in-Glaswand nach Maß oder einfach eine neue Dichtung: Wir beraten Sie persönlich und kostenlos. Mit über 20 Jahren Erfahrung und rund 175.000 Kunden kennen wir fast jede Einbausituation.

Duschop, Kristhal, Thomas Weber e. K.
Telefon: 09293 9339580
WhatsApp: 0176 54505183
E-Mail: kontakt@kristhal.de


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