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November 17, 2025 11 min lesen.

Die bodengleiche Dusche ist der neue Standard im modernen Bad. Sie steht für Eleganz, Sicherheit und universellen Komfort – und ist dabei weder Alterssignal noch Einschränkung. Wer heute saniert oder neu baut und dabei auf eine schwellenlose Dusche verzichtet, nimmt unnötige Einbußen in Komfort, Sicherheit und langfristigem Wohnwert in Kauf.

Dieser Ratgeber zeigt, was für eine DIN-konforme, langlebige und optisch überzeugende Umsetzung wichtig ist: von den Maßvorgaben der DIN 18040-2 über die 15-Punkte-Checkliste vor dem ersten Spatenstich bis zu den Förderungen, mit denen Sie bis zu 4.180 € zurückholen können.


Auf einen Blick

  • Bewegungsfläche nach DIN 18040-2: mindestens 120 × 120 cm (rollstuhlgerecht: 150 × 150 cm)
  • Maximale Schwellenhöhe: 2 cm (schwellenlos bevorzugt)
  • Zugangsbreite: mindestens 80 cm lichte Breite
  • Bodengefälle: 2 bis 3 % zum Ablauf
  • Abdichtung: nach DIN 18534, Klasse W3-I (höchste Beanspruchung)
  • Glasstärke Walk-In: 8 oder 10 mm ESG
  • Kosten: 5.000 bis 10.000 € für Komplettumbau, Selbstanteil oft deutlich geringer
  • Förderung: bis 4.180 € Pflegekasse + bis 2.500 € KfW

Die Kurzantwort: Was macht eine Dusche barrierefrei?

Eine barrierefreie Dusche nach DIN 18040-2 ist schwellenlos (max. 2 cm Höhendifferenz), mindestens 120 × 120 cm groß, hat einen Zugang von mindestens 80 cm Breite, ein Bodengefälle von 2–3 % und rutschhemmende Fliesen (mindestens Klasse B nach DGUV 207-006). Die Abdichtung erfolgt nach DIN 18534 als Verbundabdichtung mit Entkoppelungsbahn. Eine Walk-In-Glaswand mit U-Profil-Einspannung (ohne Wanddurchbohrungen) ist die eleganteste und DIN-konforme Lösung. Der Umbau kostet zwischen 5.000 und 10.000 € – mit Förderung durch Pflegekasse und KfW lassen sich davon bis zu 6.680 € zurückholen.


Warum Barrierefreiheit der neue Standard ist

„Barrierefrei" ist kein Konzept für das Pflegeheim. Es ist universelles Design für alle Altersgruppen, Lebensphasen und Körper. Die Zahlen sprechen für sich:

  • In Deutschland lebt jede vierte Person mit einer Form von körperlicher Einschränkung
  • Über 70 % aller Sturzunfälle im Privathaushalt passieren im Bad
  • Badezimmer mit bodengleicher Dusche werden von Käufern und Mietern klar bevorzugt
  • Nachträglicher Umbau kostet das Zwei- bis Dreifache eines direkt bodengleich geplanten Bades
Profi-Perspektive: „Nach über 25 Jahren in der Glasduschbranche bin ich überzeugt: Die beste Investition bei einem Badneubau oder einer Sanierung ist die konsequente Umsetzung des bodengleichen Konzepts von Anfang an. Nachträgliche Umbauten kosten das Zwei- bis Dreifache." – Thomas Weber, Kristhal Duschop

Drei gute Gründe jenseits von Alter oder Einschränkung

  • Komfort für jede Lebenslage: funktioniert für junges Paar, Familie mit Kleinkindern, Sportler mit Verletzung und Senioren gleichermaßen
  • Hygiene und einfache Reinigung: keine Duschwannen-Ränder, keine Fugen in schwer erreichbaren Ecken
  • Optische Großzügigkeit: der durchlaufende Boden lässt auch kleine Bäder visuell wachsen

DIN 18040-2: Die wichtigsten Maßvorgaben

Die Norm DIN 18040-2 „Barrierefreies Bauen – Wohnungen" legt verbindlich fest, was eine Dusche als barrierefrei qualifiziert. Diese Maße müssen alle eingehalten sein:

  • Mindest-Bewegungsfläche
    120 × 120 cm (Pflicht)
  • Maximale Höhendifferenz beim Einstieg
    max. 2 cm (besser schwellenlos)
  • Mindestbreite des Duschzugangs
    80 cm lichte Breite
  • Armaturenhöhe über Fußboden
    85 cm bei rollstuhlgerechter Ausführung
  • Rutschhemmung Fliesen
    Bewertungsgruppe B nach DGUV Info 207-006
  • Bodengefälle
    2 bis 3 % zum Ablauf
Wichtig für Rollstuhlgerecht (DIN 18040-2 R): Die Bewegungsfläche muss mindestens 150 × 150 cm betragen. Zusätzlich sind Klappsitze mit Armlehnen und seitliche Umfahrbarkeit vorgeschrieben. Wenn Sie diese höhere Stufe brauchen, lohnt sich persönliche Beratung.

Die ultimative Planungs-Checkliste (15 Punkte)

Aus 25 Jahren Praxis und tausenden Beratungsgesprächen: Diese Punkte müssen vor dem ersten Spatenstich geklärt sein.

  1. Bedarf und Nutzergruppe klären
    Barrierearm, barrierefrei nach DIN oder rollstuhlgerecht? Die Antwort bestimmt alle Folgemaßnahmen und die Förderfähigkeit.
  2. Bodenaufbauhöhe prüfen
    Wie viel Einbautiefe ist vorhanden? Ultraflache Ablaufsysteme brauchen mindestens 65 mm, Standard-Rinnen 90–110 mm. Im Altbau oft kritisch.
  3. Abwasserleitungsposition bestimmen
    Wo liegt der Hauptabfluss? Die Lage entscheidet über Ablaufposition und ob Leitungen neu verlegt werden müssen.
  4. Grundfläche und Bewegungsbereich
    Mindestens 120 × 120 cm für den Duschbereich, plus ausreichend Bewegungsfläche außerhalb.
  5. Ablaufsystem wählen
    Duschrinne für Großformatfliesen und elegantes Design, Punktablauf für klassische Anwendungen mit Rundumgefälle.
  6. Gefälle und Keilprofile planen
    2–3 % Gefälle zur Entwässerung. Am Übergang zum ebenen Boden sind Keilprofile unverzichtbar.
  7. Abdichtungssystem festlegen
    Nach DIN 18534, Klasse W3-I. Verbundabdichtung mit Entkoppelungsbahn ist Pflicht.
  8. Wandaufbau und Eckabdichtung
    Alle Boden-Wand-Übergänge, Ecken und Durchführungen mit Dichtbändern und -manschetten sichern.
  9. Spritzschutz und Glaswand
    Walk-In mit Glaswand ab 120 cm Breite. U-Profil-Einspannung ohne Wandbohrungen schützt die Abdichtungsebene.
  10. Rutschhemmende Fliesen
    Bewertungsgruppe B nach DGUV 207-006. Kleine Formate oder texturierte Großformatfliesen wählen.
  11. Armatur mit Thermostat
    Thermostate schützen vor Verbrühungen. Handbrause auf höhenverstellbarer Brausestange.
  12. Haltegriffe vorsehen
    Auch wenn heute nicht nötig: Wand bauseits mit Verstärkungsplatten vorbereiten lassen.
  13. Sitzmöglichkeit einplanen
    Klappbarer Wandsitz oder fest gemauerte Bank – für Ältere, Rekonvaleszenz oder den Wellnessmoment.
  14. Fußbodenheizung
    Bei offener Walk-In-Dusche ohne Tür sorgt sie für Zugluftfreiheit und angenehme Temperatur.
  15. Förderung vor Baubeginn beantragen
    KfW und Pflegekasse müssen vor Beginn bewilligt sein. Nachträglich entfällt jede Förderung.

Bodenaufbau, Gefälle und Keilprofile

Einbautiefe – oft die erste Hürde

Jedes Ablaufsystem braucht eine Mindesteinbautiefe:

  • Ultraflache Rinnen: ab ca. 65 mm
  • Standard-Linienabläufe: 90 bis 110 mm
  • Punktabläufe: 80 bis 120 mm, je nach Modell

Im Neubau unproblematisch, im Bestand oft die erste Herausforderung. Wenn die Aufbauhöhe nicht reicht, lohnt eine Konstruktionsplatte mit Aufständerung statt Estrich-Abriss.

Das Gefälle – 2 bis 3 Prozent

Das entspricht 2 bis 3 cm Niveauunterschied pro Meter. Bei wandseitiger Duschrinne läuft das Gefälle nur in eine Richtung – die Fliesenverlegung wird deutlich einfacher. Beim Punktablauf muss das Gefälle nach allen vier Seiten hergestellt werden, handwerklich deutlich anspruchsvoller.

Keilprofile – der unterschätzte Schlüssel

Wo der geneigte Duschboden auf den ebenen Badezimmerboden trifft, entsteht ein Niveauunterschied. Keilprofile aus Aluminium oder Edelstahl decken diesen Übergang exakt ab. Das Ergebnis: professioneller Übergang, keine Stolperkante, dauerhaft stabile Kante.

Keilprofile im Duschop-Shop

Schwallschutz an der offenen Seite

Bei Walk-In-Duschen ohne Tür verhindern Schwallprofile an der offenen Seite, dass Spritzwasser auf die ungeschützte Badfläche gelangt. Kombiniert mit der Glaswand entsteht ein vollständiger Spritzschutz ohne Tür.

Schwallprofile im Duschop-Shop


Duschrinne oder Punktablauf – der direkte Vergleich

Eine der wichtigsten Entscheidungen. Beide Systeme haben ihre Berechtigung – hier die Unterschiede im Überblick:

Duschrinne (Linienentwässerung)

  • Gefälle nur einseitig – Fliesenverlegung einfach
  • Ideal für Großformatfliesen, minimale Schnittverluste
  • Modern, minimalistisch, nahezu unsichtbar
  • Sehr hohe Abflussleistung – optimal für Regenduschen bis 40–50 l/min
  • Maximale Fläche ohne Unterbrechung – ideal für Rollstuhl und Gehilfen
  • Einfache Reinigung, Rost entnehmbar
  • Position: wandseitig für bestes Gefälle

Punktablauf (Mittelablauf)

  • Gefälle vierseitig zum Mittelpunkt – handwerklich aufwändiger
  • Klassische Fliesenformate, Zuschnitte an allen Seiten nötig
  • Dezent und klassisch, runder Ablaufeinsatz sichtbar
  • Ausreichend für Standardarmaturen
  • Funktional, Ablauf liegt aber im Laufweg
  • Einfache Reinigung, kleinerer Querschnitt
  • Position: mittig in der Duschfläche
Unsere Empfehlung: Bei bodengleichen Duschen mit Großformatfliesen und barrierefreiem Anspruch fast immer die wandseitige Duschrinne. Der einheitliche Bodenbelag sieht besser aus und ist für Gehilfen und Rollstühle angenehmer zu befahren. Wichtig: Der Ablauf muss auf die Wassermenge der Armatur ausgelegt sein – Regenduschen bis 50 l/min brauchen ausreichend Querschnitt.

Abdichtung nach DIN 18534 – der unsichtbare Kern

Die Abdichtung ist unsichtbar, aber entscheidend. Ein Fehler hier führt zu Feuchtigkeitsschäden, Schimmel und im schlimmsten Fall zu Totalschäden an der Bausubstanz. Der Duschbereich ist Wasserbeanspruchungsklasse W3-I – die höchste Stufe.

Verbundabdichtung mit Entkoppelungsbahn

Die Entkoppelungsbahn übernimmt zwei Funktionen gleichzeitig: Sie trennt den Fliesenbelag vom Untergrund (verhindert Rissübertragung durch thermische Bewegungen) und dichtet den Bereich ab. Zwei Schutzmechanismen in einem System.

Dichtbänder und -manschetten an allen Übergängen

An allen Ecken, Boden-Wand-Übergängen und Rohrdurchführungen sind flexible Dichtbänder und Rohrmanschetten einzusetzen. Genau diese Stellen sind die häufigste Ursache für spätere Wasserschäden.

Schritt für Schritt zur professionellen Abdichtung

  1. Untergrund vorbereiten: tragfähig, trocken, staubfrei. Risse und Unebenheiten ausgleichen.
  2. Entkoppelungsbahn verlegen: vollflächig, satt im Mörtelbett.
  3. Eckdichtbänder einlaminieren: alle Boden-Wand-Übergänge im Grundanstrich einbetten.
  4. Wandabdichtung aufbringen: mindestens 20 cm über die Duschzone hinaus.
  5. Ablaufdurchführung abdichten: Dichtmanschette um den Ablauf mit spezieller Dichtmasse verkleben.
  6. Trocknung und Prüfung: 24 bis 48 Stunden, dann verfliesen. Übergangsfugen elastisch ausführen.

Abdichtungsbahnen im Duschop-Shop


Walk-In-Glasdusche: Die konsequenteste Form der Barrierefreiheit

Keine Tür, keine Schwelle, kein Hindernis. Die Walk-In-Dusche mit Glaswand ist die ästhetisch eleganteste und gleichzeitig barrierefreiste Lösung für das moderne Bad.

Optimale Glaswandbreite: ab 120 cm

Eine Glaswand ab 120 cm Breite bietet ausreichend Spritzschutz, um auf eine Tür verzichten zu können. Schmälere Varianten brauchen ergänzende Maßnahmen wie seitliche Schwallprofile.

ESG-Sicherheitsglas: 8 oder 10 mm

Für freistehende oder wandseitig befestigte Glaswände ist Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) in 8 oder 10 mm vorgeschrieben. ESG zerspringt bei Bruch in kleine, weitgehend ungefährliche Krümel.

ESG-Duschglas im Shop

U-Profil-Einspannung – der DIN-konforme Weg

Das Glas wird in ein Fliesen-U-Profil oder Klemmprofil eingeschoben und gehalten – ohne Bohrungen durch die Abdichtungsebene. Der entscheidende Vorteil gegenüber Wandklemmen und Dübelbefestigungen: die Abdichtung bleibt vollständig intakt.

U-Profile für Glasduschen

Drehbare Glaselemente für mehr Flexibilität

Wenn eine drehbare Glasabtrennung gewünscht ist, ermöglichen Dreh- und Klappprofile eine werkzeuglos schwenkbare Glasscheibe. Ideal als seitlicher Spritzschutz bei Walk-In-Konzepten.

Drehbare Profile im Shop


Sicherheit und Komfortausstattung

Die Technik unter den Fliesen ist die Basis. Was man sieht und benutzt, entscheidet über das tägliche Erlebnis:

  • Duschhocker und Duschstühle – mobil oder fest, für entspanntes Sitzen oder sicheren Halt
    Zum Sortiment
  • Duscharmaturen mit Thermostat – konstante Temperatur, Verbrühschutz bei 38 °C
    Zum Sortiment
  • Handbrausen mit Gleiter – höhenverstellbar, im Sitzen und Stehen nutzbar
    Zum Sortiment
  • Stabistangen – stabilisieren die Glaswand, gleichzeitig Handtuch- oder Haltestange
    Zum Sortiment
  • Duschregale und Ablagen – gut erreichbar auf passender Höhe
    Zum Sortiment
  • Sanitärsilikon mit Schimmelschutz – elastische Fugen für Bewegungs-Übergänge
    Zum Sortiment
Für Rollstuhlnutzer zusätzlich Pflicht: Klappbare Armstützgriffe beidseitig, Klappsitz mit mindestens 45 cm Ausladung, seitliche Armaturenmontage für direktes Heranfahren. Alle diese Details decken wir in unserer Beratung individuell ab.

Die 6 häufigsten Fehler beim Einbau

25 Jahre Praxiserfahrung zeigen: Diese Fehler wiederholen sich. Lesen Sie sie vor der Bestellung.

  1. Falscher Ablaufquerschnitt
    Ein zu kleiner Ablauf läuft über, wenn die Armatur voll aufgedreht wird. Regenbrausen liefern bis zu 50 l/min – der Ablauf muss das aufnehmen können.
  2. Gefälle vergessen oder zu gering
    Ohne ausreichendes Gefälle sammelt sich Wasser in Mulden und trocknet nicht ab. Folge: Schimmel, Kalkbeläge, verminderte Rutschsicherheit.
  3. Abdichtung durch Bohrungen unterbrochen
    Glashalterungen mit Wanddübeln durchbrechen die Abdichtungsebene. Wasser dringt unbemerkt ein. U-Profile lösen das Problem dauerhaft.
  4. Harte Fuge statt Silikon an Übergängen
    An Ecken und Boden-Wand-Übergängen gehört keine harte Mörtelfuge hin. Thermische Bewegungen reißen sie sofort auf. Elastisches Silikon ist Pflicht.
  5. Zu kleine Duschfläche geplant
    Eine bodengleiche Dusche unter 90 × 90 cm ist baurechtlich möglich, entspricht aber nicht der DIN 18040 und ist im Alltag unbequem. Für echte Barrierefreiheit mindestens 120 × 120 cm.
  6. Förderantrag nach Baubeginn
    KfW und Pflegekasse müssen vor Baubeginn bewilligt sein. Wer erst baut und dann fragt, erhält keine Mittel. Dieser Fehler ist nicht korrigierbar.

Förderungen und Zuschüsse – bis zu 6.680 € zurückholen

Ein barrierefreier Badumbau kostet typischerweise zwischen 5.000 und 10.000 €. Ein erheblicher Teil lässt sich durch staatliche Programme finanzieren.

Pflegekasse (§ 40 SGB XI)

  • Bis zu 4.180 € pro wohnumfeldverbessernder Maßnahme
  • Voraussetzung: anerkannter Pflegegrad 1 bis 5
  • Mehrere Pflegebedürftige im Haushalt: bis 16.720 € gesamt
  • Antrag bei der Pflegekasse vor Beginn der Arbeiten

KfW-Programm 455-B „Altersgerecht Umbauen"

  • Zuschuss bis 10 % der förderfähigen Kosten, maximal 2.500 €
  • Bei Gesamtumbau zum „Altersgerechten Haus" bis 6.250 €
  • Pflegegrad nicht erforderlich
  • Antrag vor Maßnahmenbeginn über das KfW-Zuschussportal

Steuerliche Absetzbarkeit (§ 35a EStG)

  • 20 % der Lohnkosten (nicht Material) als haushaltsnahe Handwerkerleistung
  • Maximal 1.200 € pro Jahr von der Steuerschuld

Landesförderungen

  • Viele Bundesländer bieten zusätzliche Zuschüsse über Wohnraumförderbanken
  • Besonders für einkommensschwächere Haushalte
  • Details beim lokalen Pflegestützpunkt oder der Verbraucherzentrale
Wichtig: Alle Förderprogramme setzen voraus, dass der Antrag vor Beginn der Bauarbeiten bewilligt wurde. Bewilligung zuerst, Auftrag danach – ohne diesen Schritt entfällt jede Förderung.

Kosten und Dauer im Überblick

Typische Kostenrahmen

  • Einfache Wannenbaugruppe durch Dusche ersetzen: 4.000–7.000 €
  • Hochwertige bodengleiche Dusche mit Glaswand, Rinne, Design-Fliesen: 8.000–14.000 €
  • Komplette Badsanierung inkl. Sanitär, Elektrik, Fliesen: 15.000–30.000 €

Zeitrahmen

  • Reiner Tausch Wanne → Dusche: 5 bis 10 Werktage
  • Komplette Badsanierung: 2 bis 4 Wochen
  • Bad ist in dieser Zeit nicht nutzbar – Alternativen einplanen (Gäste-WC, Nachbarn, Hotel)

Alle Komponenten aus einer Hand

Von der Abdichtungsbahn über Keilprofile bis zur Glashalterung – alle Komponenten für Ihre barrierefreie Dusche:


Häufige Fragen (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen „barrierearm" und „barrierefrei"?

Barrierearm bedeutet: einzelne Barrieren reduziert (z. B. niedrige Schwelle, Haltegriffe), aber ohne formale Normerfüllung. Barrierefrei nach DIN 18040-2 bedeutet: alle Maßvorgaben erfüllt, damit auch ältere Menschen, Gehbehinderte und gelegentliche Rollator-Nutzer problemlos zurechtkommen. Rollstuhlgerecht (R-Variante) erfüllt zusätzlich erweiterte Maße für Rollstuhlnutzer (150 × 150 cm Bewegungsfläche, Klappsitz mit Armlehnen).

Muss ich eine bestehende Wanne wirklich entfernen?

Nicht zwingend. Wenn die Wanne selten genutzt wird und Platz für eine zusätzliche Dusche fehlt, ist der Tausch meist sinnvoll. Wenn Sie die Wanne häufig nutzen und ausreichend Platz für beide Lösungen haben, kann auch eine Wanneneinstiegsöffnung (eingeschnittene Tür in der Wanne) als Zwischenlösung funktionieren – für langfristiges Wohnen ist der echte Umbau aber fast immer die bessere Investition.

Reicht die Einbauhöhe in meinem Altbau für eine bodengleiche Dusche?

Das ist die Frage, die wir am häufigsten beantworten. Standard-Linienabläufe brauchen 90–110 mm Einbautiefe, ultraflache Rinnen ab 65 mm. Wenn selbst das nicht reicht, hilft eine Konstruktionsplatte mit Aufständerung – sie ergibt zwar eine leicht erhöhte Duschfläche, ist aber immer noch schwellenlos gestaltbar (mit Keilprofil am Übergang).

Kann ich eine Duschrinne an jeder beliebigen Stelle platzieren?

Technisch ja – abhängig von der Lage des Abflussanschlusses. Idealerweise sitzt die Rinne wandseitig, weil das Gefälle dann nur in eine Richtung läuft und die Fliesenverlegung einfach wird. Bei ungünstiger Anschluss-Lage können auch Mittel-Rinnen gesetzt werden, das ist aber handwerklich aufwändiger.

Welche Rutschhemmklasse brauche ich wirklich?

Für barrierefreie Duschen: Bewertungsgruppe B nach DGUV 207-006 (Barfußbereich) bzw. R10 nach DIN 51130 (Schuhbereich, für Rollstuhlnutzung). Klasse C und R11 sind bei Bedarf höher eingestuft, aber auch schwerer zu reinigen, weil die Oberfläche rauer ist. Klasse A und R9 reichen für Privatbäder ohne Barrierefreiheit, für Senioren aber nicht mehr empfehlenswert.

Was kostet eine professionelle Abdichtung zusätzlich?

Die Material-Mehrkosten für eine DIN-konforme Verbundabdichtung liegen bei 150–300 € für ein Standardbad. Die Arbeitsstunden für fachgerechte Ausführung kommen hinzu. Sparen Sie hier nie: Die Sanierung eines Wasserschadens kostet das 20- bis 30-Fache. Ein Wert, der sich nicht argumentieren lässt – nur erleben, wenn es zu spät ist.

Ist eine Walk-In-Dusche wirklich kälter als eine geschlossene Kabine?

Ja, aber nicht dramatisch. Die gefühlte Temperatur liegt in der Walk-In rund 3–5 °C unter der tatsächlichen, weil die warme Luft seitlich entweicht. Lösungen: Fußbodenheizung im Bad, zusätzlicher Duschvorhang auf Edelstahlstange für kalte Monate, Heizstrahler mit Bewegungsmelder.

Brauche ich einen Pflegegrad für die Förderung?

Für den Pflegekassen-Zuschuss (4.180 €): ja, mindestens Pflegegrad 1. Für die KfW-Förderung 455-B (bis 2.500 €): nein, altersunabhängig. Beide können nicht parallel für dieselbe Maßnahme genutzt werden, Sie müssen sich entscheiden. Die Pflegekasse ist meist vorteilhafter, wenn der Pflegegrad vorliegt.

Wie lange dauert der Umbau, und wo dusche ich in der Zeit?

Ein reiner Tausch „Wanne raus, Dusche rein": 5–10 Werktage. Komplettsanierung: 2–4 Wochen. Alternativen für die Bauzeit: Gäste-WC nutzen, Nachbarn oder Familie fragen, für einige Tage ins Hotel oder in eine Ferienwohnung ausweichen. Manche Handwerker können zudem die Arbeiten so takten, dass die Dusche zwischendrin mindestens nachts nutzbar ist.

Was ist bei Mietern möglich?

Umbauten am Bad brauchen die Zustimmung des Vermieters. Bei Pflegebedürftigkeit ist der Vermieter verpflichtet, zuzustimmen (§ 554a BGB), kann aber verlangen, dass bei Auszug der Rückbau erfolgt. Der Pflegekassen-Zuschuss steht auch Mietern offen. KfW-Förderungen sind vorrangig an Eigentümer gerichtet, aber in Abstimmung mit dem Vermieter möglich.

Welche Türbreite sollte das Bad selbst haben?

Nach DIN 18040-2: mindestens 80 cm lichte Breite, besser 90 cm für Rollstuhl-Zugänglichkeit. Idealerweise öffnet die Tür nach außen oder als Schiebetür – im Notfall lässt sie sich dann öffnen, auch wenn jemand dahinter gestürzt ist.

Wie oft muss die Silikonfuge erneuert werden?

Alle 8 bis 10 Jahre, auch wenn sie optisch noch intakt aussieht. Die elastischen Eigenschaften lassen über die Jahre nach, was zu feinen Rissen führt. Die Erneuerung kostet wenig Material und ist in 2–3 Stunden erledigt – eine der wichtigsten Wartungsarbeiten im Bad.


Ihr Badezimmer soll barrierefrei werden?

25 Jahre Erfahrung, 175.000 beratene Kunden und echte Beratung statt Warenkorb. Wir helfen Ihnen, die richtigen Komponenten für Ihr individuelles Projekt zu finden – vom Altbaubad mit 90 mm Einbautiefe bis zur großzügigen Neubau-Dusche mit Walk-In-Glaswand.

Senden Sie uns gerne Fotos und Maße Ihrer aktuellen Situation – wir schlagen Ihnen die passenden Komponenten vor und helfen beim Förderantrag mit konkreten Anhaltspunkten.

Duschop – Kristhal, Thomas Weber e.K.
Tel.: 09293 9339580
WhatsApp: 0176 54505183
E-Mail: kontakt@kristhal.de


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