
Mai 22, 2026 3 min lesen.

Zugluft, eindringende Feuchtigkeit, beschlagene Scheiben im Winter: Bei rahmenlosen Wintergärten und Sommergärten sind fast immer die Dichtungen zwischen den Glasscheiben die Ursache.
Sie können das Problem selbst lösen. Ohne Handwerker, ohne Sanierung, in weniger als einer Stunde. Alles, was Sie brauchen, ist die richtige Dichtung.
Für die Abdichtung von Glasfugen im Wintergarten werden im Wesentlichen drei Materialien eingesetzt: Bürstendichtungen, PVC-Dichtungen und Polycarbonat-Dichtungen. Die Unterschiede sind erheblich.
In den meisten rahmenlosen Wintergärten und Sommergärten sind ab Werk Bürstendichtungen verbaut. Die feinen Borsten sollen Zugluft und Insekten abhalten. In der Praxis zeigen sich jedoch schnell die Grenzen: Bürsten können weder Regen noch Wind zuverlässig stoppen. Feuchtigkeit dringt zwischen den Borsten hindurch, Zugluft lässt sich nur reduzieren, nicht verhindern. Mit der Zeit verbiegen sich die Borsten, verschmutzen und verlieren ihre ohnehin begrenzte Dichtwirkung.
Manche Kunden greifen zu PVC-Dichtungen, wie sie bei Duschtüren im Innenbereich üblich sind. Im Bad funktionieren diese Dichtungen gut, im Wintergarten jedoch nicht: PVC ist nicht UV-beständig. Bereits nach wenigen Monaten in der Sonne beginnt das Material zu vergilben, wird spröde und verändert seine Form. Die Dichtung sitzt nicht mehr passgenau, Wasser und Luft finden den Weg hindurch. Zudem sieht eine vergilbte, verzogene PVC-Dichtung auf klarem Glas unschön aus.
Unsere Dichtungen bestehen aus Polycarbonat, dem Material, aus dem Schutzvisiere und Flugzeugfenster gefertigt werden. Es ist extrem schlagfest, UV-beständig und behält seine Form über viele Jahre, auch bei dauerhafter Sonneneinstrahlung und Frost. Polycarbonat vergilbt nicht, wird nicht spröde und bleibt hochtransparent. Nach der Montage ist die Dichtung auf dem Glas nahezu unsichtbar.

Die wichtigste Frage vor der Bestellung: Wie stehen Ihre Glasscheiben zueinander? Es gibt zwei Grundsituationen. Prüfen Sie, welche auf Ihren Wintergarten zutrifft.
Ihre Schiebetüren laufen in verschiedenen Schienen und überlappen sich. Zwischen der Außenkante des einen und der Innenkante des anderen Glases entsteht eine Lücke. Dafür brauchen Sie eine Dichtung mit 90°-Lippe.

Empfohlene Dichtungen:
Ihre Glasscheiben stehen Kante an Kante in derselben Schiene. Dazwischen befindet sich eine Fuge. Hier brauchen Sie eine Dichtung, die diese Fuge horizontal überbrückt.

Empfohlene Dichtungen:

Die Dichtung wird direkt auf die freie Glaskante aufgesteckt, ohne Rahmen, ohne Kleber, ohne Werkzeug. Das U-förmige Profil sitzt passgenau auf der Glasstärke und hält allein durch Klemmwirkung.
Zum Kürzen verwenden Sie eine feine Metallsäge oder eine scharfe Schere. Schneiden Sie gerade und ohne Druck, damit die Dichtlippe nicht einreißt.
Tipp für Schiebetüren: Die Dichtlippe sollte das gegenüberliegende Glas nur leicht berühren oder 1 bis 2 mm Luft lassen. So vermeiden Sie Schleifgeräusche und verlängern die Lebensdauer erheblich.
Alle Dichtungen werden in 2.500 mm Standardlänge geliefert und lassen sich auf jedes Maß kürzen.
Unsere Polycarbonat-Dichtungen werden direkt auf die Glaskante aufgesteckt und eignen sich daher ausschließlich für rahmenlose Glaskonstruktionen, bei denen die Glasscheiben ohne umlaufenden Rahmen in Boden- und Deckenschienen laufen.
Typische Einsatzbereiche:
Passend für Glasstärken von 6, 8, 10 und 12 mm.
Nicht geeignet für Fenster und Türen mit umlaufendem Aluminium-, Holz- oder Kunststoffrahmen. Für gerahmte Systeme benötigen Sie systemspezifische Dichtungen des jeweiligen Herstellers.
Senden Sie uns ein Foto Ihrer Verglasung per E-Mail an kontakt@kristhal.de oder per WhatsApp an 0176 54505183. Wir sagen Ihnen, welche Dichtung Sie brauchen.
Seit über 25 Jahren beraten wir Kunden zu Dichtungen für Glas, diese Erfahrung steckt in jedem Produkt und in jeder Empfehlung.